Der Bürgermeister bei der Hausaufgabenkontrolle – das 5. Verler Jugendplenum
Am 12.11.2025 kamen bereits zum fünften Mal über 100 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Gesamtschule Verl, einige Lehrkräfte sowie die Schulleitungen, Vertreter der Stadt und Politik unter Federführung des Bürgermeisters Robin Rieksneuwöhner im Multifunktionsraum des Gymnasiums zusammen.
Moderator Marvin Meinold eröffnete das Jugendplenum und übergab das Wort sofort an den Bürgermeister: „Hausaufgaben hören nicht auf, nur weil die Schule vorbei ist“, sagte dieser und präsentierte zu Beginn der Austauschrunde ebendiese. Viele Angelegenheiten, die die Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr angesprochen hatten, habe man sich bereits kümmern können. Dazu gehörte neben einem verbesserten WLAN auch eine Optimierung bei den Schulbussen, die Videoüberwachung der Fahrradständer sowie ein Konzept gegen das Überhitzen der Unterrichtsräume im Sommer. Lediglich die Gestaltung des Schulhofs stehe weiterhin auf der Warteliste, da zunächst die (Um)Bauten weitestgehend fertiggestellt werden müssten, so Rieskneuwöhner.
Viele dieser Themen beschäftigten die Schülerinnen und Schüler auch im fünften Jugendplenum weiter, wenn auch mit etwas anderen Schwerpunkten.
Neue Nachfragen kamen hingegen zur Beleuchtung und dem Sicherheitsgefühl an Bushaltestellen, insbesondere den Busbahnhof, für den eine Alkohol- und Waffenverbotszone gefordert wurde. Der Bürgermeister versprach, sich diesem Anliegen besonders anzunehmen und diesem zunächst mit einer verstärkten Präsenz des Ordnungsdienstes zu begegnen.
Des Weiteren interessierten sich insbesondere die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, was mit ihren ausgedienten iPads passiere und ob die Möglichkeit bestünde, die privat weiter zu nutzen. Diesem Wunsch musste leider eine Absage erteilt werden, Mitarbeitende der Stadt verwiesen jedoch auf eine Funktionsprüfung der Geräte, um diese weiterzuverwenden, und – im Fall der Entsorgung – auf einen speziellen Müllkreislauf, dem die iPads zugeführt werden, um sie zum Beispiel gewinnbringend zu recyceln.
Zudem gab es aus der Reihe der Schülerinnen und Schüler den Vorschlag, geschlechtsneutrale, öffentliche Toiletten in Verl zu installieren, den Zustand einiger Radwege, z.B. an der Gütersloher Straße, zu verbessern und mehr Mobiliar und Essensmöglichkeiten in der Mensa zu installieren.
Außerdem war die Umbausituation an der Gesamtschule und bald auch am Gymnasium ein wichtiges Thema. Ab dem kommenden Jahr müssen Container für einige Klassen und Kurse des Gymnasiums installiert werden, die voraussichtlich auf der angrenzenden Wiese platziert werden und somit auch dem Verler Leben nicht im Wege stehen. Ein wichtiges Anliegen war den Schülerinnen und Schüler zuletzt der reibungslose Ablauf ihrer Abschlussprüfungen, wie das Abitur oder die Prüfungen am Ende der zehnten Klasse. Sie fragten sich, wie diese mit der Baustellensituation und Klassenräumen in Containern in Einklang zu bringen seien. Diesbezüglich versprach der Bürgermeister, sich persönlich darum zu kümmern, dass alle Schülerinnen und Schüler unter fairen und anständigen Bedingungen ihre Prüfungen ablegen können und gegebenenfalls alternative Räumlichkeiten wie das Rathaus oder die Schützenhalle zur Verfügung zu stellen.
