Crash Kurs NRW

Crash Kurs NRW – eine Veranstaltung zur Unfallprävention in der Jgst. Q1

Am Donnerstag, den 05.02.2026, besuchten die Schüler*innen der Jahrgangsstufe Q1 des Gymnasiums Verl sowie die Jahrgänge 10 bis Q1 der Gesamtschule Verl in der Dreifachturnhalle des Schulzentrums gemeinsam die Veranstaltung Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart.“

Dieses bereits seit dem Schuljahr 2011/2012 an unserer Schule etablierte Präventionsunfallprogramm stellt einen wichtigen Baustein der schulischen Mobilitätserziehung dar und findet im zweijährigen Rhythmus statt. Es wurde im Jahr 2010 von der nordrhein-westfälischen Polizei gemeinsam mit Schulen und verschiedenen Partnern entwickelt und soll Schüler*innen verdeutlichen, dass Verkehrsunfälle nicht einfach geschehen, sondern durch Missachtung von Verkehrsregeln und riskantes Verhalten „verursacht“ werden. Zu den häufigsten Faktoren zählen dabei u. a. überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und andere Drogen, Nicht-Anschnallen und die Handynutzung am Steuer. Ziel der landesweit durchgeführten Kampagne ist es, die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten und verletzten Menschen nachhaltig zu senken. Die Kreispolizeibehörde Gütersloh führt jährlich 10-12 Veranstaltungen an weiterführenden Schulen im Kreis Gütersloh durch.  

Absolute Stille prägte die Atmosphäre, als die Referierenden, gestützt durch ausgewähltes Bild- und Videomaterial, von Unfallsituationen mit lokalem Bezug schilderten. Neben Polizisten, einer Rettungssanitäterin und einer Notfallseelsorgerin, also Mitgliedern der „Rettungskette“, berichtete als Angehörige eine Mutter von einem Unfall, der eine ihrer Töchter das Leben kostete.  

Die Schüler*innen erfuhren durch diese authentischen Berichte hautnah, wie es z. B. ist, an einem Unfallort anzukommen, schwerverletzen Unfallopfern Erste Hilfe zu leisten oder Angehörigen von Unfallopfern eine Todesnachricht überbringen zu müssen. Die Redner*innen sprachen dabei auch auf sehr ehrliche und direkte Weise über den kurz- und langfristigen persönlichen Umgang mit dieser für sie jeweils besonders prägenden und noch immer unvergessenen Unfallsituation.  

Die eindringlichen, ganz persönlichen Schilderungen von den allesamt vermeidbar gewesenen Unfällen verdeutlichten den Schüler*innen zudem, dass es auf ihr eigenes Handeln als z. B. Fahrende oder Mitfahrende entscheidend ankommt, weil sie Verantwortung für sich und andere tragen, wenn sie sich im Straßenverkehr bewegen. 

Dass der „Crash Kurs NRW“ wirkt, zeigen die ernsten, nachdenklichen und betroffenen Reaktionen der Schüler*innen während und nach der Veranstaltung. Da das Präventionsunfallprogramm auf abschreckende Wirkung durch die emotionalen Berichte der Vortragenden gestützt durch drastische Bilder setzt, bedurfte die Veranstaltung nicht nur einer transparenten Vorbereitung, sondern auch einer intensiven Begleitung sowie Nachbereitung und gemeinsamen Reflexion, was jeweils auch durch die Schulsozialarbeiter*innen des Schulzentrums unterstützt wurde. 

Wir bedanken uns bei dem Gütersloher Team des „Crash Kurses NRW“ für ihr (ehrenamtliches) Engagement und ihre wertvolle Aufklärungs- und Präventionsarbeit an unserer Schule, die zum Nachdenken und zum Austausch sowie zum langfristigen Überdenken des eigenen Verhaltens im Straßenverkehr angeregt hat.